Implantologie
Das "Alles aus einer Hand"-Konzept
Qualifikationen:
Sport und Spiel, Zahnfleischschwund (Parodontitis), Karies, unzureichende Pflege oder Ernährung sind denkbare Ursachen für den Verlust eines oder mehrerer Zähne. Da für viele Menschen das äußere Erscheinungsbild sehr wichtig ist und auch viel Ausstrahlung und Selbstsicherheit gibt, kann dies mit fehlenden Zähnen verloren gehen. Zähne stehen für Vitalität, Durchsetzungsvermögen, Sympathie und Erotik. Sollten sie ersetzt werden, so kommen in der Regel Implantate in betracht.
Dr. Müller (MSc) implantiert seit 1995 und ist seit 2005 zertifizierter Implantologe. Als erster Zahnarzt im Aachener Raum hat er die Prüfung zum Master of Science im Studiengang Oraler Chirurgie und Implantologie an der Donauuniversität Krems erfolgreich abgeschlossen. Der Master of Science entspricht einer internationalen Facharztbezeichnung für diese Bereiche. Doch nicht nur das Setzen von Implantaten und die anschließende zahntechnische Versorgung sind eine Kunst, sondern auch dafür zu sorgen, dass alles so bleibt wie es ist und sich damit die Investition in Zeit und Geld gelohnt hat.
Dr. Müller´s Masterarbeit hat die lebenslange Erhaltung von Implantaten durch Prophylaxemaßnahmen zum Thema. Somit erhalten Sie in unserer Praxis nicht nur ein fundiertes, bewährtes und fürsorgliches Konzept zur Wiederherstellung der Funktion und Ästhetik, sondern auch die darauf abgestimmten Betreuungsmaßnahmen mit umfangreichen Garantien. Unser Chef hat ein Buch für Patienten veröffentlicht, in dem ausführlich die relevanten Dinge beschrieben werden. Gerne senden wir Ihnen ein Exemplar zu.
„Aus einer Hand“ heißt, die gesamte Planung, gegebenenfalls eine 3D Röntgenaufnahme (DVT), das Einsetzen der Implantate (auf Wunsch auch in Vollnarkose), die Herstellung des Zahnersatzes und die Erhaltungstherapie, finden bei uns statt. Ein Ansprechpartner, der sich für alle Teilschritte verbürgt und entsprechend hohe Sozial- und Fachkompetenz hat.
Was sind Implantate überhaupt?
Die Implantat-Typen:
Zahnimplantate bestehen aus reinem Titan oder Keramik. Meist werden jedoch Titan-Implantate bevorzugt, denn dort schätzt man die Eigenschaft der Gewebsfreundlichkeit, des hohen Härtegrades und der seit Jahren wissenschaftlichen Studien.
Implantate sind zylinder- oder konusförmige Strukturen mit unterschiedlichen Oberflächen, sodass diese besser im Knochen einheilen können und genügend Stabilität bieten.
Dr. Müller (MSc) bevorzugt schraubenförmige Titan-Implantate (z.B. Xive und Ankylos von Friadent oder ICX von Templant).
Das Implantat besteht aus 3 Teilen. Der Implantatkörper wird im Knochen verankert und sieht aus wie eine Schraube. Der Aufbau oberhalb des Zahnfleischs wird in der Regel erst nach der Einheilzeit aufgesetzt und trägt den Zahnersatz. Somit stellt der Zahnersatz den 3. Teil dar. Heutzutage kann man von einer 95%igen erfolgreichen Einheilung sprechen.
Wann brauche ich Implantate?
Wenn eine oder mehrere Zahnlücken entstanden sind, sollte in der Regel die Lücke geschlossen werden, da sonst andere Zähne kippen und häufig Kiefergelenksprobleme entstehen. Bei „normalem Zahnersatz“ reden Patienten dann oft von Brücken, abnehmbaren Voll- oder Teil- Prothesen.
Entscheidet man sich für eine Brücke, müssen oft gesunde Nachbarzähne unnötig abgeschliffen werden. Kommt eine Prothese mit Klammern zur Eingliederung, werden die Zähne mit den Klammern stärker belastet, so dass es neben dem ästhetischen Problem oft zur Zahnlockerung kommt. Vollprothesen verursachen Druckstellen, halten nicht besonders gut, schränken den Geschmacks-, Tast- und Temperatursinn drastisch ein, selbst das Essen und Sprechen wird dann schwieriger. Doch der Knochen leidet am meisten, denn sobald der Knochen seine natürliche Belastung nicht mehr hat, entweder durch natürliche Zahnwurzeln oder durch ein Implantat, bildet er sich langsam zurück.
Bei einem Implantat passiert dies alles nicht. Der Zahnersatz kann fest eingesetzt werden, so dass die Sicherheit beim Sprechen und Essen wieder gegeben ist und man uneingeschränkt den Geschmacks, Tast- und Temperatursinn wieder hat. Grundsätzlich sind Zahnimplantate für fast jeden Patienten geeignet, selbst das Alter spielt dabei keine Rolle mehr. Die persönlichen Voraussetzungen und eine sorgfältige Untersuchung unter Einbeziehung der allgemein medizinischen Vorgeschichte sind vorab eine Selbstverständlichkeit. Doch die wichtigsten Vorausetzungen für ein Zahnimplantat sind:
- Abgeschlossenes Knochenwachstum; dies ist meistens nach dem 18. Lebensjahr der Fall
- Genügend Knochen und gute Knochenqualität; dies kann mit Hilfe eines 3- dimensionalen Röntgenbildes (DVT) analysiert werden
- Ausreichend Platz für den Aufbau, denn manchmal passiert es, dass die Nachbarzähne in eine Lücke kippen oder der Gegenzahn (Antagonist) nach oben oder unten wächst (elongiert)
- ausgeheilte Wunde; nach Extraktion oder operativen Eingriffen
Was ist „Knochenaufbau“?
Manchmal stellt sich bei der Untersuchung und Planung heraus, dass wenig Knochensubstanz vorhanden ist. Dies ist meist jedoch kein Grund zum Abbruch der Behandlung. In der Regel kann Knochen aufgebaut werden, z.B. kann der bei der Bohrung für das Implantatlager anfallende Knochen mit Filtern gesammelt und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Häufig kommt auch ein Granulat, also eine Art Knochenersatzmaterial, zum Einsatz. Weitere Informationen unter: www.geistlich.de
Der Behandlungsablauf
Eine Implantatbehandlung läuft in der Regel nach folgender Zeitachse:
- Termin: Befundung, Diagnostik inkl. Röntgenuntersuchung, ausführliche Beratung und Planung am Computer
- Termin: Implantation mit anschaulicher provisorischer Versorgung
- Einheilungsphase
- Termin: Freilegung des Implantats / Abdruck
- Termin: Aufsetzen bzw. Aufschrauben des endgültigen Zahnersatzes
Anschließend regelmäßige Kontrollen und aktive Durchführung der Schutzmaßnahmen, um damit den Erhalt des Implantats möglichst lange zu gewährleisten.
Beratung, Untersuchung und Planung
Am Anfang jeder Implantatversorgung stehen einige Untersuchungen und Beratungen an. Bei der Beratung werden die persönlichen Voraussetzungen, die Risiken oder mögliche Alternativen sowie die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt.
Ein Röntgenbild ist unverzichtbar, denn daran kann Dr. Müller (MSc) die geeignete Länge des Implantats und die Knochenqualität bestimmen. Oft ist es sinnvoll, die Planung mit einer DVT-Aufnahme zu ergänzen. Hierbei kann exakt vorab die Position der Implantate festgelegt werden.
Die Implantation
Wie bereits erwähnt, verfügen wir über die moderne DVT-Technik. Mit dieser Technik sind wir in der Lage auf einfache Weise 3D Aufnahmen wie bei einem CT zu erstellen. Bei den meisten Implantationen reicht eine örtliche Betäubung aus. Wenn es jedoch gewünscht wird, kann die Behandlung auch in Vollnarkose stattfinden. Unsere Anästhesisten Frau Dr. Rimse Wagner und Herr Dr. Bernd Schloemer beraten Sie hierzu gerne.
Zum Einsetzen des Implantates wird das Zahnfleisch eröffnet und zur Seite geschoben, um den Knochen freizulegen. Dann wird mit verschiedenen Bohrern ein Loch für das Implantat gebohrt in das dieses nachher wie eine Schraube eingeschraubt wird. Die Dauer der Implantation ist abhängig von der Anzahl und vom Schwierigkeitsgrad.
Wenn die Implantate eingesetzt sind, wird die Wunde vernäht und der Patient kann nach Hause gehen. Selbstverständlich haben wir für Sie als anschließende Betreuung auch einen Fahrservice eingerichtet. Bitte sprechen Sie uns an. In der Inova+ Clinic ist bei Bedarf auch eine längere Betreuung nach der Implantation möglich.
Wann können Implantate belastet werden?
In der Einheilphase muss das Implantat mit dem Knochen verwachsen. Im Oberkiefer dauert diese Einheilphase ca. 4-6 Monate, im Unterkiefer ca. 2-4 Monate. Eine sofortige Belastung der Implantate ist auch möglich, jedoch ist das Risiko des „nicht Einheilens“ hier deutlich höher. Nach der Einheilphase wird punktförmig die Schleimhaut oberhalb des Implantates entfernt. Dann wird meist ein sogenannter Gingivaformer aufgeschraubt, der dafür sorgt, dass sich das Zahnfleisch nicht wieder über das Implantat setzt. Nachdem dies erfolgt ist, kann man mit dem definitiven Zahnersatz anfangen.
Eingliederung des definitiven Zahnersatzes (Suprakonstruktion)
Je nach gewünschter Versorgung und Gegebenheit wird der Gingivaformer wieder entfernt und der Aufbau des Implantates aufgeschraubt, so dass die Arbeit unserer Zahntechniker angepasst werden kann. Der Zahnersatz wird dann entweder fest verschraubt oder mit einem speziellen Zement befestigt.
Wie lange halten Implantate?
Eine Prophylaxe ist zum Erhalt des Implantates sehr wichtig. Dr. Müller (MSc) hat zusammen mit dem Marktführer für moderne Zahnarztsoftware ein Programm entwickelt, welches automatisch errechnet, wann, wie und welche Schutzmaßnahme erfolgen sollte. Bei der Prophylaxe werden die Beläge und Bakterien, die sich am Implantat festsetzen, schonend, effizient und nachhaltig entfernt und eine Schutzwirkung aufgebaut. In der Regel ist eine konsequente Erhaltungstherapie dafür entscheidend, ob die Implantate ein Leben lang halten. Zusätzlich bieten wir zum Schutz den Einsatz des Ozonytron an.
Nutzen der Implantate
Die Implantate haben gegenüber dem konventionellen Zahnersatz, wie Kronen, Brücken, Voll- oder Teilprothesen, einige Besonderheiten, die Vorteile mit sich bringen.
- Fester Halt: Implantate verwachsen fest mit dem Knochen, daher bietet der Zahnersatz einen festeren und stabileren Halt, er kann fest verschraubt oder geklebt werden
- Schonung der gesunden Zähne: Bei der Implantatbehandlung müssen keine Nachbarzähne beschliffen werden, so dass deren natürliche Zahnsubstanz erhalten bleibt und keinerlei Beeinträchtigung besteht.
- Schutz vor Knochenabbau: Da der Knochen weiterhin durch das Implantat belastet wird, bleibt der Knochen so erhalten.
- Lebensdauer: Bei regelmäßiger Kontrolle und Prophylaxe kann das Implantat ein Leben lang halten.
- Tragekomfort: Die Implantate fühlen sich an wie eigene Zähne. Dadurch dass sie im Kieferknochen verwachsen sind, ist der Halt besonders sicher.
- Unauffällig: Das Implantat ist im Mund kaum sichtbar.
- Lebensqualität: Die Lebensqualität steigt, denn durch den festen Sitz kann man besser essen und auch kraftvoll etwas abbeißen.
Was kosten Implantate?
Die Kosten sind von vielen Faktoren abhängig:
- Material: Zum einen ist entscheidend, welches Implantat-System von welcher Firma verwendet wird.
Bei den Marktführern liegt der Preis pro Implantat derzeit zwischen 250-300 €. Billiganbieter liegen bei ca. 100 €.
Hinzu kommt der Aufbau. Hier gibt es unterschiedliche Typen und Formen mit Kosten zwischen ca. 80 € und 400 €. Zudem entstehen Kosten für Verbrauchsmaterialien, wie Bohrer, OP-Sets, Abformmaterialien usw. Wird Knochen aufgebaut, so kann auch hier eine höhere Summe zustande kommen, z.B. kostet allein die kleinste „Abdeckfolie“ BioGuide ca. 160 €.
- Zahnarzt: Die Zahnärztlichen Kosten richten sich nach Umfang und Schwierigkeitsgrad.
- Zahnersatz: Auch hier lassen sich auf Grund der Fülle von Möglichkeiten nur schwer Angaben machen.
Wir beraten Sie gerne.
Verhaltensregeln nach einer Implantation
- Nach einer örtlichen Betäubung und auch durch die Belastung der Implantation kann die Reaktionsfähigkeit – insbesondere auch bei aktiver Teilnahme am Straßenverkehr – für mehrere Stunden herabgesetzt sein. Daher sollte man sich am besten nach Hause fahren lassen. Bis zum Abklingen der Betäubung sollte wegen der Verletzungsgefahr nichts gegessen oder heißes getrunken werden.
- Feucht-kalte Umschläge können bis zur Folgenacht sehr hilfreich gegen Schmerzen sein. Die Schwellung wird allerdings nicht vermieden. Jedoch sollten keine Eispackungen in unmittelbarem Hautkontakt stehen.
- Nach Abklingen der Betäubung sollte man die nächsten Tage weiche, nicht zu heiße Kost zu sich nehmen.
- In den nächsten 24 Stunden sollten weder Alkohol noch Bohnenkaffee, Cola oder schwarzer Tee getrunken werden und für heute auf das Rauchen verzichtet werden. Hierdurch verringert sich die Gefahr einer Nachblutung und es trägt zu einer besseren Einheilung bei. In den ersten postoperativen Tagen sollte kein Saunabesuch erfolgen.
- Sollte die Mundöffnung nach der Behandlung leicht eingeschränkt sein, darf Sie dieses nicht beunruhigen. Bemerkt man jedoch eine starke Kieferklemme, anhaltende Gefühlsstörungen und/oder stärker werdende Schmerzen, kommen Sie bitte sofort zu uns.
- In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte körperliche Anstrengung vermieden werden. Dies gilt insbesondere, wenn aufgrund der Schwere des Eingriffes eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wurde.
- Regelmäßig sollten die Zähne (3x täglich) und auch evtl. vorhandene Prothesen geputzt werden. Dabei sollte jedoch der Operationsbereich und heftiges Spülen vermieden werden. Die Benutzung von elektrischen Zahnbürsten außerhalb des Operationsbereiches ist möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie gerne in einem oder mehreren ausführlichen Gesprächen.

